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Jubiläum '125 Jahre Münchner Tram'

1876 fuhr die erste Pferde-Trambahn durch Münchens Straßen. Heute durchziehen nicht nur Straßenbahn-, sondern auch U-Bahn- und Buslinien die Stadt mit einem dichten Liniennetz. Über eine Million Fahrgäste nutzen diese Verkehrsmittel täglich. Inzwischen kommen modernste Hightech-Fahrzeuge zum Einsatz. Grund genug, am 27. Oktober 2001 die gute, alte Trambahn zu feiern und die Geschichte noch einmal Revue passieren zu lassen.
Treffpunkt war der Münchner Marienplatz. Um 9.30 Uhr wurde der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude mit dem Pferdetrambahnwagen zur Theatiner-/Maffeistraße abgeholt, wo ihn die Blaskapelle der Stadtwerke begrüßte. "Die Verkehrsprobleme in München wären heute ohne die Straßenbahn nicht mehr zu lösen" gratuliert der OB dem Jubilar Trambahn.
In der Theatiner-/Maffeistraße startete der Trambahn-Korso mit historischen und modernen Straßenbahnfahrzeugen durch die Münchner Innenstadt. Für unzählige Foto- und Videoamateure der eigentliche Höhepunkt der 125-Jahr-Feier. Viele von Ihnen verfolgten den Korso bis ins Depot in der Einsteinstraße.
Durfte an diesem Ehrentag natürlich nicht fehlen: Der Trambahnwagen 256 vom Typ A 2.2 aus dem Jahr 1901. Die A-Wagen waren einst die größte Serie, die die Münchner Trambahn jemals bestellt hatte. Sie prägten das Straßenbild Münchens bis zum Zweiten Weltkrieg. 1967 haben noch zwei Fahrzeuge dieses Typs die Jahre als Werkstattwagen überdauert. Aus diesen beiden Wagen entstand in jahrelanger mühevoller Arbeit der historische Triebwagen 256, der erstmals zum 100jährigen Jubiläum der Münchner Trambahn im Oktober 1976 gezeigt wurde.
Das Fahrpersonal auf den historischen Fahrzeugen wird von den Freunden des Münchner Trambahnmuseums e.V. gestellt. So präsentiert sich denn der Schaffner auch in stilechter Uniform. Ziel des Vereins ist, den Aufbau eines Münchner Trambahnmuseums zu erreichen, um ein wesentliches Stück Stadtgeschichte der Nachwelt zu erhalten.
Neben den historischen Triebwagen der Typen D, G und J war natürlich auch die neueste Fahrzeug-Generation vertreten. Als Gäste bereicherten ein fünfteiliger Niederflur-Gelenktriebwagen vom Typ COMBINO der Potsdamer Verkehrsbetriebe und ein "Ultra-low-floor"-Gelenktriebwagen aus Wien den Fahrzeug-Korso. Ultramodern geben sich auch die Stadtwerke, die mit neuem Logo künftig als Münchner Verkehrsgesellschaft firmieren.
Ankunft des Korso im Betriebshof Einsteinstraße. Elegant legt sich der "Ulf" der Wiener Verkehrsbetriebe in die Kurve. In dem Trambahnbetriebshof treffen sich Fans und Fahrgäste, um am Tag der offenen Tür einmal hinter die Kulissen ihres täglichen Fortbewegungsmittel zu schauen.

Die zahlreichen Gäste des Depots wurden vom Folkloreorchester des Straßenbahnerclubs der Verkehrsbetriebe Temesvar unterhalten. Mit der rumänischen Stadt Temesvar verbindet die Münchner Verkehrsbetriebe seit Jahren ein freundschaftliches Verhältnis. Ausgemusterte Straßenbahnwagen gehen seit einigen Jahren an notleidende Verkehrsbetriebe - zuletzt und in Zukunft vor allem nach Temesvar.
Als Straßenbahnfan hat sich geoutet: Horst Büttner, ehemaliger Lokführer des legendären "Gläsernen Zuges" (rechts).

Text und Aufnahmen: siehe Impressum

 

 
 
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