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Impressionen vom Jubiläum "90 Jahre Rittnerbahn"

In Südtirol bei Bozen erhebt sich der 1200 m hohe Ritten. Auf der Hochebene verkehrt seit 1907 die letzte der altöstereichischen Lokalbahnen des Landes: die Rittnerbahn. Ursprünglich vom Bozner Talkessel ausgehend bis Oberbozen als elektrifizierte Zahnradbahn betrieben, verbindet sie seit 1966 nur noch die Orte Oberbozen mit Maria Himmelfahrt und Klobenstein im Adhäsionsbetrieb. Noch heute werden auf der 7 km langen Meterspur-Strecke Fahrzeuge aus der Eröffnungszeit fahrplanmäßig eingesetzt. Diese Wagen und die unvergleichlich schöne Landschaft sind der besondere Reiz der Rittnerbahn.
Der 13. August 1997 war ein markantes Datum für die Rittner Hochebene. An diesem Datum jährte sich zum 90. Male die Anbindung des Bozner Hausberges an das Schienennetz der Welt. Anlass für die Rittnerbahn dieses Jubiläum gebührend zu feiern. Auf den zahlreichen Sonderfahrten kamen alle Oldtimer zum Einsatz. Wagen 2, ein Vierachser aus der Grazer Waggonbaufabrik von 1908, brachte die geladenen Gäste zum Festakt im Bahnhof Klobenstein, wo sie von der Lengmooser Musikkapelle empfangen wurden. Eröffnet wurde der Festakt von Dr. Gamper, Vorstand des Rittnerbahn-Komitees. Es folgten Reden vom Bürgermeister der Gemeinde Klobenstein Ferdinand Ott, des Präsidenten der SAD, Dr. Klaus Kemenater und des Landespräsidenten Di Puppo.
Feierliche Enthüllung einer Gedenktafel am frisch renovierten Bahnhofsgebäude von Klobenstein vom Bürgermeister Ott und dem Landespräsidenten Di Puppo. Dann gab Andreas Lassnig von der Tiroler Museumsbahn Innsbruck in einer originalen altösterreichischen Lokalbahn-Uniform den Abfahrauftrag für die erste Sonderfahrt dieses Tages in Richtung Oberbozen. Zur 750-Volt-Gleichstrom-Ausrüstung der historischen Fahrzeuge gehören - bis auf eine Ausnahme - zwei 45 PS-starke Elektromotoren von der Berliner AEG. Auch die Einrichtung des Fahrgastraum ist noch weitgehend original.
Eine Ausnahme im historischen Wagenpark bildet der 'Alioth', ein Vierachser von 1910 aus dem Trentin. Er kam 1934 nach Einstellung der Oberen Nonsbergbahn zur Rittnerbahn. Obwohl mit 2 x 70 PS wesentlich stärker, konnte er wegen des fehlenden Bremszahnrades nicht auf dem Zahnstangenabschnitt eingesetzt werden. Die ursprüngliche Betriebsnummer 105 hat der Wagen auf dem Ritten nie getragen. Hier wurde er nach seinem Elektroausrüster, der Firma 'Alioth' benannt.

Am 15. August 1997 fand in Oberbozen unter reger Anteilnahme der Rittner das traditionelle Kirchweihfest und ein Umzug zum Jubiläum '90 Jahre Rittnerbahn' statt. Pferdegespanne mit Nachbildungen von Rittnerbahn-Fahrzeugen wurden durch den Ort gezogen. Die Protagonisten auf den Wagen spielten in Kleidung aus der Jahrhundertwende lustige Anekdoten aus den Anfängen der Lokalbahn nach. Musikalisch begleitet wurde der Umzug von der Oberbozener Blaskapelle. Ein seltenes Bild ergab sich bei den Jubiläumsfahrten: der 'Alioth' im Endpunkt Maria Himmelfahrt. Regulär werden auf dem einen Kilometer langen Streckenteil zwischen Oberbozen und Maria Himmelfahrt nur die zweiachsigen Triebwagen eingesetzt.

 

Zum 100-jährigen Jubiläum im Sommer 2007 wurde unser Film über die Rittnerbahn als DVD neu aufgelegt. Auf der DVD lassen sich neben der normalen Wiedergabe über ein Menü auch zehn Themenblöcke individuell anwählen. Die DVD enthält außer dem 45 Minuten langen Hauptfilm zusätzlich noch einen 14-minütigen Bonusfilm über die 90-Jahr-Feierlichkeiten der Rittnerbahn! Zur kompletten Filmbeschreibung bitte das Coverbild anklicken.

 

 

 

Text und Aufnahmen: siehe Impressum

 
 
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